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Sprache als Schlüssel zur Selbstständigkeit

Die Leistung „Betreuung und Unterstützung von Asylsuchenden“ belastet das Gemeindebudget kaum. Eine professionelle Umsetzung dieser Aufgabe ist jedoch unumgänglich, wenn man anerkannten Flüchtlingen ein selbstständiges Leben ermöglichen und damit die Sozialhilfe von Folgekosten entlasten will.

Eine der politisch brisantesten Aufgaben einer Gemeinde ist die Betreuung von Flüchtlingen. Denn hier fliessen emotional stark besetzte Themen wie Migration und Sozialhilfe mit ein. Umso wichtiger ist es daher, dass diese Aufgabe mit viel Sachverstand und Professionalität angegangen wird. Die Gemeinde fasst den Asylbereich in der Leistung „Betreuung und Unterstützung von Asylsuchenden“ zusammen. Mit Christoph von Blarer und Nicole Poyyayil kümmern sich zwei ausgewiesene Fachkräfte um diese Aufgabe.

Integration braucht viel Zeit und Energie
„Das Ziel unserer Arbeit ist es, anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen in die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu entlassen“, erzählt Christoph von Blarer. Dieses hoch gesteckte Ziel könne oft nur bei alleinstehenden Flüchtlingen erreicht werden. „Die Integration braucht Zeit und Energie, die bei Familien wegen des Alltags oftmals nicht vorhanden sind.“ Hilfreich sind die vielen Integrationsangebote, vor allem auch von nichtstaatlichen Organisationen. „Ein gutes Netzwerk ist deshalb das A und O für unsere Arbeit“, erklärt Christoph von Blarer.

Integrationsarbeit darf erst nach Abschluss des Asylverfahrens geleistet werden. Die Asylentscheide lassen aber zum Teil lange auf sich warten, selbst in eindeutigen Fällen. „Nach den Vorgaben des Bundes werden in dieser Zeit nicht einmal Deutschkurse finanziert“, sagt von Blarer. Vor allem dank eines von der Gemeinde subventionierten Angebots der evangelisch-reformierten Kirche könnten Personen, die aller Voraussicht nach in der Schweiz bleiben dürfen, trotzdem ein wenig Deutsch lernen. „So müssen sie die Zeit bis zum erfolgten Asylentscheid nicht untätig verstreichen lassen.“

Die Sprache bestimmt einen grossen Teil des beruflichen Alltags der beiden Asylbetreuer. Denn die Sprache ist nicht nur der Schlüssel zu einem selbstständigen Leben in der Fremde. Sie trägt auch viele kulturelle Aspekte mit sich. Deshalb sind Christoph von Blarer und Nicole Poyyayil stark auf die Hilfe von Dolmetschern angewiesen. Diese dienen auch dazu, kulturelle Unterschiede zu übersetzen und so das Vertrauen der Flüchtlinge in die Behörden zu stärken.

Tag der offenen Tür im Asylheim
Zurzeit betreut die Gemeinde Oberwil rund 130 wartende oder anerkannte Flüchtlinge. Viele von ihnen leben in gemieteten Wohnungen, einige im Asylheim an der Wehrlingasse 5. Dieses wird am 2. September 2017 im Rahmen eines Tags der offenen Tür der Bevölkerung gezeigt. Zudem betreibt der Kanton seit ein paar Monaten an der Bottmingerstrasse 61 ein Wohnheim für unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Christoph von Blarer und Nicole Poyyayil sind hier als Beistände für die Jugendlichen involviert.

Auffallend an dieser Leistung ist, dass sie das Budget der Gemeinde Oberwil kaum belastet. Dies liegt daran, dass der Bund in den ersten fünf bis sieben Jahren die Kosten für die Betreuung und Integration von Flüchtlingen übernimmt. Die Kosten für die Flüchtlinge, die nach dieser Zeit weiterhin auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, werden in der Regel der Leistung „Gesetzliche Sozialhilfe“ belastet.

Publiziert am 27. Aug. 2017


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