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Volksabstimmung

Informationen

Datum
2. Juni 2002
Kontakt
H. Haller, 061 405 42 19
Beschreibung
Ein Thema - zwei gegensätzliche Vorlagen.

Über die schwierige Frage des Schwangerschaftsabruchs ist in der Schweiz seit Jahrzehnten eine politische Diskussion im Gang, ohne dass eine mehrheitsfähige Regelung gefunden werden konnte. Der heutige Zustand ist aber höchst unbefriedigend: In den Kantonen werden die seit 1942 geltenden Strafbestimmungen sehr unterschiedlich ausgelegt; von einheitlicher Rechtsanwendung ist längst nicht mehr die Rede. Die Diskrepanz zwischen Recht und Praxis sowie die gewandelte Rechtsauffassung machen eine Neuregelung notwendig.

Eidgenössische Vorlagen

Volksinitiative "für Mutter und Kind - für den Schutz des ungeborenen Kindes und für die Hilfe an seine Mutter in Not"

Ergebnis
Ja: 297, Nein: 2772, Leer: 15, Ungültig: 11 / Anzahl Stimmberechtigte: 6633
Beschreibung
Die Volksinitiative "für Mutter und Kind - für den Schutz des ungeborenen Kindes und für die Hilfe an seine Mutter in Not" will den Schwangerschaftsabbruch weitgehend verbieten. Dieser wäre nur noch straflos, wenn eine akute, anders nicht abwendbare Lebensgefahr für die Mutter besteht. Auch eine Schwangerschaft als Folge einer Vergewaltigung dürfte nicht abgebrochen werden. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab, denn sie stellt gegenüber der geltenden Praxis einen grossen Rückschritt dar.
Formulierung
Wollen Sie die Volksinitiative "für Mutter und Kind - für den Schutz des ungeborenen Kindes und für die Hilfe an seine Mutter in Not" annehmen?
Stimmbeteiligung
46,7%
Ebene
Bund
Art
-

Änderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches (Schwangerschaftsabbruch)

Ergebnis
Ja: 2573, Nein: 498, Leer: 21, Ungültig: 11 / Anzahl Stimmberechtigte: 6633
Beschreibung
Das Parlament hat nach mehrjährigem Ringen eine Fristenregelung gutgeheissen: Der Schwangerschaftsabbruch soll in den ersten zwölf Wochen straffrei sein, sofern die Frau eine Notlage geltend macht. Gegen diese Gesetzesänderung ist das Referendum ergriffen worden. Bundesrat und Parlament befürworten jedoch die Vorlage. Sie halten die Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs angesichts des Auseinanderklaffens von Gesetz und Realität für dringlich und wollen mit der Fristenregelung den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen Rechnung tragen.
Formulierung
Wollen Sie die Änderung vom 23. März 2001 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (Schwangerschaftsabbruch) annehmen?
Stimmbeteiligung
46,7%
Ebene
Bund
Art
-