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WoV-Struktur angepasst– mehr Verantwortung für die Mitarbeitenden

Nach zehn Jahren hat die Gemeinde erstmals die Strukturen der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung (WoV) überarbeitet. So soll der Einwohner mehr Einfluss auf die Dienstleistungen und deren Qualität nehmen können.

Seit zehn Jahren arbeitet die Gemeinde mit dem Instrument der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung (WoV). Dank dieser Art der Rechnungslegung können Einwohnerinnen und Einwohner gezielt darüber bestimmen, welche Dienstleistungen sie wünschen, und in welcher Qualität die Gemeinde diese erbringen soll. So jedenfalls lautet die Theorie. Die Praxis hat gezeigt, dass die Anwendung des komplexen Systems hohe Anforderungen an alle Beteiligten stellt.

Leistungen statt Produkte
Der Gemeinderat hat deshalb das bisherige WoV-System von der Abteilung Finanzen überprüfen lassen. Die Analyse ergab, dass das WoV zwar durchaus als geeignetes Instrument für eine effiziente Verwaltung definiert wurde, dass den einzelnen Sachbearbeitern aber noch mehr eigene Verantwortung übertragen werden kann. Zudem werden die Vorteile von WoV zur Führung der Gemeinde wenig genutzt. Der Gemeinderat veranlasste deshalb die Überarbeitung der WoV-Struktur.

In seiner Sitzung vom 22. Juli 2013 verabschiedete der Gemeinderat nun die überarbeitete WoV-Struktur. Diese zeichnet sich im Vergleich zur alten Struktur durch folgende Merkmale aus: Neu enthalten WoV-Budget und –Rechnung keine Produkte mehr, sondern Leistungen. Denn die Gemeinde produziert keine herkömmlichen Produkte für irgendeinen Markt, sondern sie erbringt vom Gesetzgeber definierte oder von der Einwohnerschaft gewünschte Leistungen.

Verantwortung des Einzelnen stärken
Im Weiteren reduziert sich die Anzahl Produkte von über 110 auf 64: Die Leistungen wurden zusammengefasst und in sogenannten Leistungsbereichen neu strukturiert. Dafür erhöht sich die Anzahl der Kostenstellen von 28 auf 59. Und schliesslich werden die bisher wenig transparenten Gemeinkosten neu in fünf verschiedene Kostenstufen aufgeschlüsselt. Dies alles soll die diversen Verantwortungsbereiche innerhalb der Gemeindeverwaltung stärken und betonen.

Als weiteres Merkmal sollen die einzelnen Sachbearbeiter als Leistungsverantwortliche deutlich stärker im WoV eingebunden werden, in dem sie möglichst viele Kosten ihrer Leistung selber kennen und überwachen können. Ausnahmen von diesem Grundsatz sind klar definiert und betreffen die Löhne, Versicherungen oder Abschreibungen.

Vorteile von WoV nutzen
Der Gemeinderat erhofft sich, dass die Einwohnerinnen und Einwohner dank der neuen Struktur gezielter Einfluss auf die Dienstleistungen der Gemeinde nehmen und so den wesentlichen Vorteil von WoV gegenüber der herkömmlichen Rechnungslegung nutzen. Eingeschränkt ist die Gemeinde natürlich auch weiterhin bei jenen Leistungen, die ihr von Kantons- und Bundesgesetzen übertragen sind. Hier soll jedoch im Rahmen von WoV mindestens die Qualität definiert werden können.

Und die Verwaltung kann ihrerseits dank qualitativ guter Kennzahlen und einer Aufschlüsselung der Kostenstellen besser aufzeigen, was sie leistet. Des Weiteren bieten die überarbeiteten WoV-Strukturen dem Gemeinderat die Möglichkeit, auf überarbeiteter und zeitgemässer Basis die mittel- bis langfristige Entwicklung der Gemeinde strategisch zu steuern.
Symbolbild Wirkungsorientierte Verwaltung
Den Auftrag und das Budget bestimmen die Einwohnerschaft und der Gemeinderat über das Instrument der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung. Danach kann der Sachbearbeiter selbstständig an die Arbeit gehen.

Publiziert am 6. Aug. 2013


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