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Geschichte der Orts-, Zonen- und Raumplanung

 

Es begann sehr gemütlich für die Oberwiler, die sich ein Haus bauen wollten: vor 1900 existierten nämlich lediglich Katasterpläne mit Eigentümerverzeichnissen und Pläne für die Trinkwasserversorgung. Bauvorschriften waren damals unbekannt. Neubauten entstanden ohne Motoren- und Maschinenlärm nach gegenseitiger Absprache und mit Unterstützung der Nachbarschaft. Das Baumaterial kam aus der näheren Umgebung.
Oberwil gliederte sich bis Ende des vergangenen Jahrhunderts in zwei Dorfteile, die wohlbedacht über der Talsohle lagen: die Einwohner hatten zu oft das Unheil erlebt, das der hochwasserführende Birsig vor seiner Korrektion in den Niederungen anrichtete. Der nördliche Dorfteil gruppierte sich um die beiden wichtigsten Verkehrsachsen Allschwil-Birstal sowie Basel-Leimental; der südliche um die katholische Kirche. Beide Dorfteile waren im Osten durch die Hauptstrasse und westlich davon durch die Schmiedengasse verbunden.
Von geschichtlichen Ereignissen wie Kriegen, Bränden und Seuchen abgesehen, erfolgte der erste, mit kommerzieller Absicht verursachte Eingriff in die harmonische Bausubstanz von Oberwil mit der Erstellung des Bahnhofes der Birsigtalbahn im Jahre 1887. Damit hielt in Oberwil das Industriezeitalter Einzug.

1900 - 1950

Oberwil entwickelte sich in dieser Zeit noch immer gemächlich: Die Bevölkerung nahm im Jahresdurchschnitt um etwa 20 Personen zu. Das Dorfbild veränderte sich kaum merklich. Die Kriegsjahre 1914/1918 und 1939/1945 sowie die dazwischenliegende grosse Wirtschaftskrise trugen zu dieser Stagnation wesentlich bei. Zur Arbeitsbeschaffung korrigierte der Kanton einige geringfügige Strassenabschnitte und verwandelte den Birsig streckenweise vom Naturbach zu einem hydraulisch berechneten Betonkanal, sumpfige Wiesen und Äcker wurden drainiert und Bäche eingedolt.
Der beginnende Wiederaufbau in den vom Krieg heimgesuchten Nachbarländern, die Bereitstellung finanzieller Mittel durch die Siegermacht Amerika zur Neubelebung der Wirtschaft in Europa (Marshallplan), erweckten auch in der Region Basel neue Kräfte. Die Entwicklung begab sich Ende 1950 auf ihren von grossen Hoffnungen und unbändigem Optimismus getragenen, stürmischen Marsch in die Zukunft... wie wir heute wissen, fehlten vierlerorts die Wegweiser!
Oberwil jedoch konnte sich bereits 1948 zu seinem ersten Zonenplan gratulieren. Die bauliche Ordnung in der Gemeinde schien damit für lange Zeit gesichert.

1951 -1960

Die aufstrebende chemische Industrie Basels wirkte wie ein Magnet auf den schweizerischen Arbeitsmarkt. Die Stadt sah sich hilflos dem wachsenden Zustrom von Beschäftigten gegenüber. Die Suche nach Bauland setzte folgerichtig zuerst in den Vorortsgemeinden ein.
Oberwil, mit seiner günstigen Lage, erweckte bald das Interesse der den Arbeitsplatz Basel aufsuchenden Zuzüger. Die Nachfrage nach Bauland stieg stetig, und damit die Zahl der Baugesuche. Der Gemeinderat bemühte sich, die bauliche Entwicklung in den Griff zu bekommen. Er setzte als beratende Instanz eine Bau- und Planungskommission ein. Diese erhoffte sich vom neuen Zonenplan und Gemeindebaureglement, die beide 1956 von der Gemeindeversammlung gutgeheissen wurden, neue Hilfe zur Steuerung einer geordneten Bautätigkeit.
Doch 1959 trat ein Ereignis ein, das für die architektonische Gestaltung des Dorfes eine Wende herbeiführte: Die Gemeinde schloss mit dem ACV beider Basel einen Bebauungsvertrag zur Erstellung eines Silobaus an der Konsumstrasse ab. Dieser Kubus sprengte den Massstab alles bisher Dagewesenen und inspirierte die Schöpfer der späteren Dorfkernplanung zu ähnlich überdimensionierten "Dominanten".

Als Folge einer zwar kurzzeitigen, aber intensiven wirtschaftlichen Rezession setzte glücklicherweise ein "Umdenkungsprozess" ein. Vielen wurden die "Grenzen ungehinderten Wachstums" bewusst. Nicht zuletzt die Krisen um die Energie lösten bei Bevölkerung und Behörden ein neues Umweltverständnis aus. Ab 1976 wurden alle Kräfte darauf konzentriert, mit einem neuzeitlichen und modernen Planungssystem von den stark strapazierten Sachzwängen wegzukommen.

Landschaftszonenplan

Mit der Revision der Ortsplanung zwischen 1977 und 1979 wurde zum ersten Mal in unserer Gemeinde ein Landschaftszonenplan erstellt. Mit diesem Nutzungs- und Schutzkonzept für unser Land- und Forstwirtschaftsgebiet sollen in erster Linie die Erhaltung der landwirtschaftlichen Produktionsgrundlage und die Natur als Erholungsraum sichergestellt werden. Ausserdem galt es, den Schutz wichtiger Kultur-, Natur- und Landschaftsobjekte zu gewährleisten und Nutzungskonflikte zu vermeiden.

(Quelle: Heimatkunde Oberwil)

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