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Tigermücke in Oberwil: Mit einfachen Massnahmen eine weitere Ausbreitung verhindern

17. August 2026

Die Asiatische Tigermücke ist in Oberwil angekommen. Wie bereits im Bibo berichtet, wurde sie in diesem Frühjahr erstmals in einem Quartier der Gemeinde nachgewiesen. Anders als in Bottmingen und Therwil ist sie in Oberwil jedoch noch nicht im gesamten Gemeindegebiet verbreitet.

Die aktuelle Übersichtskarte (Stand 17. August 2026) finden Sie unter "Dokumente" oder hier:

Die Gemeinde bittet die Bevölkerung deshalb um Mithilfe: Wer mögliche Brutstätten vermeidet, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich die Tigermücke nicht weiter ausbreitet.

Lästig, aber derzeit kein grosses Gesundheitsrisiko

Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Asien und wurde durch den internationalen Waren- und Reiseverkehr nach Europa und in die Schweiz eingeschleppt. Erkennbar ist sie an ihrem schwarz-weiss gestreiften Körper, insbesondere an den Hinterbeinen.

Im Gegensatz zu vielen einheimischen Mücken ist sie vor allem tagsüber aktiv und sticht häufig, teilweise mehrfach. Dadurch kann sie Aufenthalte im Freien erheblich beeinträchtigen.

Die Tigermücke kann grundsätzlich Krankheiten wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Fieber übertragen. Das Risiko einer Ansteckung in der Schweiz ist derzeit jedoch sehr gering, da diese Krankheiten hier nur selten vorkommen. Für Einwohnerinnen und Einwohner besteht aktuell kein besonderes Ansteckungsrisiko. Die Tigermücke ist deshalb momentan vor allem lästig, nicht gefährlich.

Kleine Wasseransammlungen sind ideale Brutstätten

Tigermücken benötigen nur sehr wenig Wasser, um sich zu vermehren. Besonders in der Hochsaison können sich die Larven innerhalb von etwa einer Woche entwickeln. Deshalb sollten kleine Wasseransammlungen rund ums Haus konsequent vermieden werden.

Besonders wirksam sind folgende Massnahmen:

  • Giesskannen und andere Gefässe umdrehen, damit sich darin kein Wasser sammelt.
  • Regentonnen mit einem feinmaschigen Netz abdecken.
  • Planen und Abdeckungen so spannen, dass sich darauf keine Wasserlachen bilden.
  • Nicht behandeltes Wasser in Planschbecken mindestens wöchentlich wechseln.
  • Vogelbäder und Tiertränken wöchentlich reinigen und mit frischem Wasser füllen.
  • Spielzeug und andere Gegenstände nicht im Freien liegen lassen, wenn sich darin Wasser sammeln kann.

Natürliche Teiche und Biotope stellen dagegen in der Regel kein Problem dar. Dort sorgen natürliche Fressfeinde dafür, dass die Zahl der Tigermückenlarven begrenzt wird. Auch behandelte Swimmingpools sind keine geeigneten Brutstätten.

Bekämpfung gezielt statt vorbeugend

Die Überwachung der Tigermückenbestände erfolgt durch den Kanton. Da die Tigermücke in Oberwil bisher nur in einem begrenzten Gebiet nachgewiesen wurde, unterscheiden sich die Bekämpfungsmassnahmen je nach Befallsgebiet.

Bewohnerinnen und Bewohner der rot markierten Zonen haben Anspruch auf Larvizid und können dieses bei der Gemeindeverwaltung Oberwil abholen. In den nicht eingefärbten Gebieten ist der Einsatz nicht sinnvoll, da die dort aufgestellten Fallen keinen Befall anzeigen. Die Asiatische Tigermücke verbreitet sich hauptsächlich passiv durch den Menschen, etwa über Fahrzeuge oder transportierte Gegenstände. Findet sie ein geeignetes Habitat, wandert sie kaum weiter und legt selten mehr als 100 Meter pro Tag zurück. Die zonenbezogene Abgabe ist deshalb zielgerichtet und wirksam.

Eine flächendeckende oder vorbeugende Anwendung ist weder notwendig noch sinnvoll. Zudem können durch die Anwendung auch Larven einheimischer Mücken betroffen sein, die wiederum eine wichtige Nahrungsquelle für Wildtiere wie Schwalben und Mauersegler darstellen.

Helfen Sie mit

Die weitere Entwicklung hängt wesentlich davon ab, ob sich die Tigermücke neue Brutstätten erschliessen kann. Mit den genannten Massnahmen lässt sich dies verhindern.

Wer eine Tigermücke entdeckt, wird gebeten, den Fund mit einem Foto der Mücke über die Meldestelle www.muecken-schweiz.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. zu melden. Die aktuelle Ausbreitungskarte sowie weitere Informationen zur Tigermücke sind auf der Website des KantonsExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. verfügbar.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Tigermücke
Foto: James Gathany, Scentific Photographer, CDC

Zugehörige Objekte

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Gesamtübersicht Gemeinde Oberwil Asiatische Tigermücken Kt BL (PDF, 1.27 MB) Download 0 Gesamtübersicht Gemeinde Oberwil Asiatische Tigermücken Kt BL
Detailansicht betroffenes Gebiet 1 (PDF, 906 kB) Download 1 Detailansicht betroffenes Gebiet 1
Detailansicht betroffenes Gebiet 2 (PDF, 1.48 MB) Download 2 Detailansicht betroffenes Gebiet 2
Detailansicht betroffenes Gebiet 3 (PDF, 1.49 MB) Download 3 Detailansicht betroffenes Gebiet 3